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Kurzbeschreibung
Der Höhenweg
Simplon-Süd führt vom Simplon-Hospiz in südöstlicher Richtung zum Rotelsee. Vom See steigt man
auf gut markiertem Weg in Richtung Süd zu
Pt. 2149. Wir queren die Westflanke des Hübschhorns und eine
beeindruckende Alpenflora begleitet uns: Männertreu, Massliebchen, Studentenröschen, Geflecktes Knabenkraut,
Arnika, Alpenaster usw. Im Spätfrühling zieht sich ein Teppich von
blühenden Alpenrosen bis hinunter zur weiten Passmulde mit dem Baralhaus und Stockalpers Altem Spittel.
Vorbei an kleinen Bergseen erreichen wir den Aussichtspunkt Holiecht
mit der Sendeantenne. Hier ist der Wendepunkt für Spaziergänger.
Der Weg biegt nun um eine felsige Kante hinein in die Howeng, die
Südwestflanke des Hübschhorns. Der weite Talkessel südlich des Simplon
zieht uns in den Bann. Felsnelken, Bärentrauben, Wacholder und junge
Lärchen säumen den typischen Südwalliser Trockenhang. Der Pfad führt dann
direkt zwischen den Sockeln einer Starkstrommaste hindurch. Hier muss man
den Weg "gerade aus" wählen. Rechts hinunter führte der alte Weg ins Tal.
Mal auf, mal ab, erreichen wir die Schäferhütte bei der Balma und
überqueren bei Pt. 2093 den Walibach und sind nun in der Alpe Homatta,
Zeit für eine Rast. Die üppige Vegetation und das Panorama
in voller Drehung zwischen Breithorn und Fletschhorn laden dazu ein.
Kurz vor den zwei Holzhütten weist ein Wegweiser talwärts (Variante A).
Wir ziehen aber weiter in gleicher Richtung nach Alpjerbidi. Der Weg steigt
durch den alten Bergwald leicht an, vorbei am Galibodu und erreicht bald eine
Flurstrasse. Sie führt uns von der alten "Stockmauer" unter die
Lawinenverbauungen am Glatthorn und weiter ins Kar der Chesselchumma auf
2200 Meter, den höchsten Punkt der Wanderung. Am Ende der Strasse fällt
der schmale Fussweg nach unten. Beim Wegweiser am Südostfuss des
künstlichen Lawinenschutzwalls wählen wir den Weg links zum Alpjerbidi.
Der Weg
(Wegspur) ist gut markiert und wanderfreundlich. Nach mündlicher
Überlieferung soll hier oben der erste Weg über den Simplon geführt haben.
Ziemlich genau der Höhenkurve 2200 in südöstlicher Richtung folgend
gelangen wir in die anmutige Rot Chumma. Die üppige Alpenflora geht auf
diesem Wegstück unter dem Anblick der Fletschhorn-, Laggiihorn- und
Weissmies-flanken mit den drohenden Hängegletschern fast verloren. Diesen
Bergriesen zu Füssen öffnet sich das Laggiital und bietet seine einsame
Schönheit für weitere »»
Tageswanderungen
an. Über den Schuttkegel eines Felssturzes erreichen wir bald den
Aussichtspunkt Alpjerbidi und dem Wanderer erscheint plötzlich eine neue
Welt. Vorsicht - vor unseren Füssen
öffnet sich die über 1000m tiefe Gondoschlucht, wo nur mehr Adler, Gämsen
und Steinböcke ihr zu Hause haben. Auch der Ausblick in das benachbarte
Ossola ist beeindruckend.
Wir kehren um und wandern auf gutem
Weg nach Simplon Dorf. Bei der Wegkreuzung stösst man auf den Weg der
Variante B. Auf
dem guten Zickzackweg geht's durch den dichten Chastelbergwald. Auf zirka
1700m quert der Wanderweg eine Forststrasse. Kurz vor dem Erreichen der
Nationalstrasse in der letzten Linkskehre nimmt man die neu erstellte
Abkürzung hinunter auf die Brücke der Zufahrtsstrasse nach Simplon Dorf.
Dies stiehlt dem Wanderer die letzte Waldschlaufe hinunter in die
Wiesenlandschaft, erspart ihm aber 1 km Asphaltstrasse und der
Wiederaufstieg vom Chrummbach ins Dorf. Eine Stärkung in einem der
preiswerten Restaurants ist in jedem Fall verdient. |