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Die zweite Etappe führt über gemütliche Pfade nach Süden. Auf teils
originalen Pflasterstellen und eingehauenen Steinstufen fällt der Weg hinunter
zur Alpe Niwu und zum
alten Spittel, dem Hospiz von Stockalper. Im Hintergrund
zieht sich das
Barralhaus endlos durch die ein wenig an tibetische Landschaften
erinnernde, kahle Hochebene auf 1850 m.ü.M.
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Das Alte Hospiz - oder wie die
Einheimischen sagen - där Aalt Spittel

Barralhaus in der kahlen Hochebene
In den Jahren 1900 - 1907 baute Pater Barral von der
Missonsgemeinschaft Immensee das Haus. Er
fand in der Innerschweiz nirgends einen preisgünstigen Platz, der sich in
gesunder und sonniger Lage befand und der die Gelegenheit zu Ausflügen und
Bergtouren bot. Der Simplon wurde ihm wegen seiner guten Luft von den
Ärzten empfohlen.
Seine Idee: "Kindern
armer Familien, die sich für das harte Missionsleben vorbereiten wollen,
ist ein guter Ferienaufenthalt für die körperliche und seelische
Gesundheit ebenso notwendig wie das Noviziat für eine ernsthafte religiöse
und geistliche Bildung."
Pater Barral wollte sein Ferienheim auch weiteren Gästen im
In- und Ausland zugänglich machen. Sein Bekanntenkreis war
international und umfasste viele hohe Persönlichkeiten. Noch etwas schwebte Pater Barral vor: Die Zahl der Postreisenden über
den Simplon betrug 1905 bereits 12`258. Sollten nicht manche von ihnen bei
dieser Gelegenheit Interesse finden am Werk, vielleicht dabei auch Durst
verspüren!
So
plante 1903 Pater Barral auch eine Brauerei für Bergbier
auf dem Simplon.
Heute ist das Gebäude im Besitz des
schweiz. Militärdepartementes und zur Zeit leider geschlossen.

In diesem Teil des Gebäudes sollte die Bierbrauerei
entstehen.
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Der eindrucksvolle Bau
mit Turm und kleinem Glockenstuhl ist sechsstöckig.
Das Gebäude wurde 1650 von Kaspar Stockalper
auf der Grundlage
des erstmals 1325 erwähnten Johanniterspitals erbaut. Es beherbergte Wanderer und Kaufleute
bis zum Jahre 1831. Danach wurde es vom Hospiz auf dem Pass abgelöst. In
neuster Zeit hat das Eidg. Departements für
Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) das Gebäude
gekauft und sehr schonend restauriert.
Es beherbergt heute
militärische Truppen, wird aber auch an zivile Benützer vermietet.
Die drei oberen Stockwerke dienten der
Familie Stockalper als Sommersitz. Den untersten liess er als Spittel
einrichten, wo er armen Reisenden unentgeltlich Unterkunft und Verpflegung
gewährte.
1802 übernahmen die Chorherren von St.Bernhard das Hospiz. Das
Gebäude war zu diesem Zeitpunkt in sehr schlechtem Zustand. In den fünf
Jahren zuvor hatte das Haus verschiedene Gäste. Zuerst wurde es als
Gefängnis für Walliser Verräter benutzt, danach hausten die Österreicher
darin und was diese noch schonten, zerschlugen ihre Feinde, die Franzosen.
Für die Neueinrich-tung musste das Kloster aufkommen.

Stockalpers
Spittel im Spätwinter. Im Hintergrund das Wasenhorn.
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