Simplon-Adler, Wahrzeichen vom Simplon
Der Simplonpass war bereits im Mittelalter ein wichtiger Passübergang, der das Wallis mit Norditalien verband. Der bekannte Handelsherr Kaspar von Stockalper nutzte die Route für seine Geschäfte genau so, wie später auch Napoleon.
Für Wanderer bietet die Simplonregion ein fantastisches Bergpanorama und eine beeindruckende Alpenflora - Alpenrosen soweit das Auge reicht.

         

Der Adler gilt als Symbol der Wachsamkeit. Deshalb wurde dieses Sujet von der Gebirgsbrigade 11 als Erinnerung für ihre Wacht am Simplon während der Grenzbesetzung 1939 - 1945 gewählt. Das Kriegsdenkmal ist aus grob gehauenen Granitsteinen gemauert. Es ist 8 m hoch und ruht auf einem Sockel. Erbaut wurde der "Simplonwächter" nach Plänen des Architekten Erwin Baumann von Faulensee von Soldaten der Gebirgsbrigade 11 unter der Leitung von Josef Minnig von Naters. Jeder Soldat der Brigade musste einen Tagessold an die Erstellungskosten entrichten. Ein findiger Gefreite setzte den Spruch in Umlauf:

Der Vogel, der nach Süden blickt
hat uns einen Tagessold gepickt.

Im Herbst 1944 erfolgte die Einweihung. Auf dem Sockel steht die Inschrift:

In der Freiheit der Berge steht es,
ein wuchtiges Mal aus hartem  Granit:
Ein Gedenken treuer Pflichterfüllung,
ein dauerndes Mahnen,
willig und wach zu sein für unsere Freiheit.

Der Adler auf dem Simplon ist heute Fotomodell; er wird jährlich von tausenden Touristen besucht, bewundert, fotografiert und gilt als das Wahrzeichen der Region Simplon-Süd.