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Dorfkirche

Die Pfarrei Simplon wird in einem Dokument vom 1. August 1267 erwähnt. Als erster Pfarrer tritt Willermus von Simplon am 20. Oktober 1290 als Zeuge in einem Schenkungsakt in Erscheinung. In einem Kaufvertrag vom 30. Januar 1422 wird St. Gotthard als Kirchenpatron genannt.
Die heutige Kirche ist 1725 erbaut und einem Visitationsakt vom 21./22. Juli 1736 entsprechend durch die Konsekration der drei Altäre geweiht worden. Auf einen früher bestehenden Kirchenbau weisen das gotische Sakramentshäuschen in der Mauer rechts vom Hochaltar und der Kerzenleuchter von 1568 hin. Auffallendes Merkmal der heutigen Kirche sind die hochrechteckigen Proportionen. Architektonisch wirkt der Bau stark von Italien her beeinflusst.
Am 16. Juli 1961 ist mit der Altarweihe die letzte, grössere Restauration abgeschlossen worden. Die heutige Haupteingangstüre wurde 1934 eingesetzt und in der Nische über dem Eingang steht seit 1962 eine Bronzestatue des heiligen Bruder Klaus, ein Werk des Obwaldner Bildhauers Josef Gasser, Lungern.

Der Hochaltar

Das Altarbild wurde 1827 von Lorenz Justin Ritz geschaffen und ist eine Darstellung des heiligten Bischofs Gotthard. Das Bild wird von zwei Bischöfen flankiert: rechts vom heiligen Nikolaus von Myra, links vom heiligen Theodul, erster geschichtlich fassbarer Bischof von Sitten. In der Bekrönung thront die Gottesmutter Maria, umgeben von Engeln und rechts von der heiligen Katharina von Siena und links vom heiligen Dominikus. Über allen schwebt Gott, der Vater.
Der rechte Seitenaltar
Der Altar ist eine Arbeit des bekannten Altarbauers Anton Sigristen. Das Altarbild von Melchior Paul von Deschwanden, schildert das Sterben des heiligen Josef in den Armen von Jesus und Maria. Rechts vom Bild steht die heilige Barbara, links die heilige  Katharina von Alexandrien. Das Bild in der Bekrönung präsentiert den heiligen Georg. Die Statue recht davon stellt den heiligen Aloisius dar und jene links den heiligen Franz Xaver. Das Allianzwappen Schmidhalter-Arnold über dem Altarbild weist auf den Stifter Kastlan Josef Georg Schmidhalter und seine Frau Anna-Maria Arnold hin. Die Darstellung auf dem Antependium lässt an die Schöpfung denken.
Der linke Seitenaltar

Der Altar ist eine Arbeit des bekannten Altarbauers Anton Sigristen und das Altarbild ist von Melchior Paul von Deschwanden. Der Altar ist der heiligen Anna geweiht, die ihre Tochter Maria im Guten unterweist. Rechts ist der heilige Johannes der Täufer zu erkennen und links der heilige Antonius von Padua. Die Bekrönung füllt ein Bild mit der heiligen Cäcilia. Neben ihr sitzen rechts die heilige Martha von Bethanien und links die heilige Agatha. Die eingeschnitzten Buchstaben CJIA bezeichnen den Stifter Capitaneus Josef Ignaz Arnold.

Übrige
Ausschmückung

Johannes Evangelist: Die gotische Statue auf der linken Schiffseite stammt aus der Eggenkapelle und wurde aus Sicherheitsgründen in die Pfarrkirche übertragen.
Die Kanzel ist eine Stiftung von Ehrendomherr Theodor Arnold. Sie wurde nach Plänen von Kunstmaler Jules Salzgeber um 1920 angefertigt. Auf der Lehne ist das Arnold-Wappen.
Das grosse Gemälde an der rechten Wand erzählt die biblische Geschichte von der Auffindung  Moses.
Die Orgel, von Konrad und Heinrich Carlen 1910 erbaut, 1934 mit Vergrösserung der Empore verändert, ist 1976 von Hans-J. Füglister restauriert und mit einem Rückpositiv versehen worden.

Das Deckengemälde auf der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts erinnert an die Aufnahme Mariens in den Himmel.

Der Kerzenständer auf den Chorstufen mit der Osterkerze trägt die Jahrzahl 1568. Der Taufstein wird von einer Säule getragen, die aus der gleichen Zeit stammt. Der grosse Taufstein links im Eingang, der jetzt als Weihwasserbecken benutzt wird, stammt aus der Stockalperzeit. Die Vorderfront des Beichtstuhls ist mit der Jahrzahl 1676 versehen. Das Allianzwappen und die Buchstaben weisen auf das Stifterehepaar Castlan Johann Schmidhalter - Johanna Maria Perrig hin.

(Nach einem Text von Pfarrer Josef Sarbach)

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