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    Die Kapelle «Maria Opferung» im Gabi/Gschtei

Der schmucke Steinbau wurde um 1815 anstelle der Kapelle im  "Undru Gstei" erbaut. Mit der Verlagerung des Passverkehrs nach dem Bau der Fahrstrasse hat Gabi als Siedlung an Bedeutung gewonnen. In diesem Zusammenhang wurde um 1815 bei der Brücke über den Chrummbach die neue Kapelle  errichtet. Der Bau ist stilistisch stak von Italien beeinflusst. Hier waren wohl italienische Baumeister am Werk.

Das Innere zieren ein Altarbild der Heiligen Familie aus dem 19. Jh. und eine thronende Muttergottes aus dem 17. Jh., vielleicht aus der früheren Kapelle.

 

Heute leidet die schöne, im Renaissancestil erbaute Kapelle durch den Strassenverkehr, der direkt vor der Eingangstüre vorbeibraust. Sie wurde l967/68 renoviert, ist aber wieder dringend renovationsbedürftig.


Kapellenfest: Unsere Liebe Frau von Jerusalem, 21. November


Die Kapelle «St. Johannes Baptista» an der Egga

Kapellenfest: Heilige Johannes der Täufer, 24. Juni

Heute findet jeweils am letzten Sonntag im Juni eine Prozession statt und die Versammlung mit Trunk wird alle 2 Jahre in Simplon durchgeführt.

In kirchlichen Belangen gehörte die Eggengemeinde immer zur Pfarrei Simplon. Schon bald nach der Entstehung des Eggendorfes erbauten die Bürger ihrem Schutzpatron, dem hl. Johannes der Täufer, um 1670 eine grosse Kapelle. Um 1750 wurde sie erweitert. An den älteren Chorteil baute man ein saalartiges Schiff. Der Sakristeianbau ist neueren Datums. Im Chor befindet sich eine barockes Altärchen mit einer Statue des heiligen Johannes der Täufers.
Ein kleines Schriftstück aus dem Jahre 1628 und die Jahrzahl 1627 in einem Stein im Chor lassen vermuten, dass hier schon früher eine Kapelle stand.

Die Kapelle spielte im Alltag des Freigerichtes und der Gemeinde Eggen eine bedeutende Rolle. Alljährlich zog man in feierlicher Prozession am Fest des heiligen Johannes der Täufer, am 24. Brachmonat (Juni) in feierlicher Prozession von Simplon zur Eggenkapelle. Nach dem Gottesdienst trafen sich die Bürger zur Urversammlung und zum Gemeindetrunk. Die Prozession wurde dann im 19. Jahrhundert aufgegeben, denn nach dem Trunk trat meist nur eine Schrumpfprozession den Rückweg an.
Im Protokollbuch von1841 ist zu lesen:

"Da heut auch über die Abstellung der Missbräuche in Eifer des heiligen Johannes Baptista gepredigt worden sei, sollen fürderhin der Trunk und die Geteilenversammlung in Simplon abgehalten werden."


Muttergotteskapelle auf den Bleiken

 

Nahtstelle zwischen Irdischem und Überirdischem
 

 

Kapellenfest: Maria Geburt,

8. September

 

Renovation: 2008

Der Ursprung der Kapelle geht wohl auf die Sage "Karl unter den Weibern" zurück:

Die italienischen Nachbarn und die Simpeler hatten regelmässig Fehden gegeneinander. So nützten die Italiener die Gele-genheit für einen Angriff, als der starke Karl eines Tages allein mit den Frauen im Dorf war. Die andern Männer nahmen an der Bittprozession nach Naters teil. Karl ermutigte die Frauen Männerkleider anzuziehen und zu den immer bereitstehen Waffen zu greifen. Mutig zogen sie dem Feind entgegen und bezwangen ihn «uf dä Grebru» gegenüber den Bleiken mit Hilfe der erscheinenden Muttergottes. Zum Dank wollten die Simpeler in der Nähe des Kampfplatzes, auf dem «Scheitubodi», eine Marienkapelle bauen. Ein übernatürliches Walten ver-setzte nachts die Werkzeuge vom geplanten zu dem vom Himmel ausgewählten Bauplatz.

Das Wallfahrtsheiligtum der Simpeler ist die Muttergott-eskapelle auf den Bleiken. Die Kapelle ist ein sagen-umwobenes, aber wundertä-tiges Heiligtum. Schon ihr Standort ist gut gewählt und gefällig. Von den Bleiken hat man eine beeindruckende Fernsicht über das ganze Simplontal von der Gondo-schlucht auf das Furggi und ins wildromantische Laggin-tal und bis hinauf zur Bistina auf dem Simplon.

   

Die Kapelle wurde anfangs 18 Jh. gebaut. Auf dem Türsturz ist die Jahrzahl 1717 einge-meisselt.

Das quadratische Schiff und das leicht eingezogene Chor liegen unter gleichem First.
Im Chor ist ein kleiner barocker Altar mit Marinebild und 2 Apostelfiguren.

Das Marienaltarbild hält die Szene der leiblich erschein-enden Mutter mit ihrem göttlichen Kind auf dem Arm und die auf ihren Pferden fliehenden Feinde fest.

Immer wieder finden sich stille Beter von hüben und drüben am Ort der Gnade ein und bitten Maria um Hilfe oder danken mit einer ge-opferten Kerze für erhaltene Wohltaten. Die Kapelle ist ein beliebter lokaler Kultort.

Die Muttergottes auf den Bleiken wurde frührer und wird auch heute in allen Anliegen des Leibes und der Seele angerufen und um Hilfe gebeten.


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