Die Pfarrei         Geschichte der Pfarrei
 

Kapelle Maria Brunn In Zwischbergen, zu erreichen über die Forststrasse nach Furggi und 8 Wanderminuten ab Parkplatz oder ab Restaurant Bord über den neu erstellten Jordiweg in ca. 30 Min.

 
Das Kapellenfest ist am 2. Juli, Maria Heimsuchung

Um das Jahr 1715 hat Pfarrer Johann Peter Tscherrig der Simplon Südseite ein viel besuchtes Marienheiligtum geschenkt. In der Nähe der Alphütte liess er auf seinem Eigentum die erste Brunnkapelle bauen. Unterhalb der Kapelle entspringt  eine kleine Quelle und so nannten die Wallfahrer den Ort bald Maria Brunn. In den Jahren 1876, 1904 und 1912 wurde die Kapelle mit Hilfe von grosszügigen Spendern und in Fronarbeit an Sonn- und Feiertagen vergrössert und renoviert. Die letzte grosse Renovation führte die Gemeine Gondo 1983 aus.

Votivtafeln in der Kapelle, als Gelübde oder Dank für die Erhörung eines Gebetes

Zum gnadenreichen Wallfahrtsort entwickelte sich Maria Brunn ab 1880 unter Pfarrer Franz Josef Joller von Gondo. Er hatte zur Mutter Gottes in Maria Brunn eine besondere Verehrung. Hier fand sein rastloses, wechselhaftes Leben immer wieder Ruhe und Trost. Hierher trug er seine kleinen und grossen Sorgen. Er selber schrieb: "Vom ersten Jahre an war mir Maria Brunn der liebste und gnadenreichste Ort auf Erden"
Hier an diesem stillen Ort nahmen die Bewohner der Simplon Südseite Abschied  von der Heimat vor ihrer grossen Reise nach Amerika Nord und Süd, weil der Lebensraum zu klein wurde. Pfarrer Joller hielt für sie den Abschiedsgottesdienst mit einer Ansprache über Heimat, Familie und Maria Brunn.
Inzwischen sind Tausende Menschen nach dem Vorbild Jollers mit ihren Anliegen zur gnadenreichen Mutter Gottes
«ins Bru» gepilgert - fanden und finden dort Trost und neue Hoffnung.


Votivtafel: Maria hat Gebet erhört.

Menschen, die zu dir gestiegen,   geniessen Sonnenlicht
andere, die im Tal geblieben,
kennen deine Sprache nicht.
Wenn du Freud im Herzen hast,
wird die Kapelle dir Palast,
kommst in trüber Stund,
macht Maria dich gesund.

Der Chronist von Zwischbergen, Josef Squaratti schreibt: "Es lohnt sich, dieses sorgfältig hergerichtete Kleinod, eingebetet in einer herrlichen und stillen Naturwelt zu besuchen, um aus der Gnadenquelle Friede für sich selbst und Bereitschaft für die Liebe zu den Mitmenschen zu schöpfen."


Kapelle am Bord

Im Zwischbergental an der Strasse nach Furggi beim Restaurant Bord

Die Kapelle ist dem Heiligen Johannes Baptista geweiht und das Kapellenfest ist am 24. Juni.


Bord war einst der Mittelpunkt des Zwischbergentals und stark bewohnt. Ein kleiner Bildstock war das kirchliche Zentrum. Um 1642 liess der Hauptmann Johann Amherd an der gleichen Stelle eine stattliche Kapelle errichten. Er schenkte den Bauplatz und übernahm sämtliche Baukosten. Nach seine Verordnung sollte die Verwaltung immer in der Familie Amherd bleiben. Im grossen Erdbeben im Jahre 1855 stürzte das Dach eine. Die Familie Amherd übernahm die Widerinstandstellung. Erst als um 1860 der letzte Amherd das Tal verliess, übernahm die Gemeinde Unterhalt und Verwaltung der Kapelle. 1973 hat die Gemeinde die Kapelle total renoviert.

Bis 1850 wurde das Kapellenfest innerhalb und ausserhalb der Kapelle gross gefeiert. Die Zwischberger erschienen vollzählig und die italienischen Nachbarn aus St.Lorenzo kamen in Scharen über den Moncerapass zum Kapellenfest am Bord und schmuggelten den Festwein über die Grenze. Die Einheimischen schlachteten ein Schaf. Nach der mündlichen Überlieferung sollen die weltlichen Feierlichkeiten am Nachmittag länger gedauert haben als die geistigen am Vormittag.


Kapelle auf den Alpjen

Die Kapelle war die Kirche und der Mittelpunkt der «Bergstatt uff den Alpjen»

Am Kapellenfest fand nach dem Gottesdienst vor der Kapelle die Urversammlung statt.

Der schmucke Altar ist im Renaissancestil gebaut. Im Zentrum sind die Statuen von Jakob und Anna. Den zwei Heiligen ist die Kapelle geweiht.

Kapellenfest ist am 25. Juli.

Die Kapelle auf den Alpjen ist die älteste in der Pfarrei Gondo. Wann sie gebaut wurde, wissen wir nicht. In den Akten wird sie zum ersten mal 1576  genannt, ist aber älter. Im Jahre 1590 erhielt das kleine Gotteshaus die Glocke, die noch heute zum Gebet einlädt. Während der wohlhabenden Stockalperzeit wurde die Kapelle fast vollständig umgebaut und erweitert.

 


   

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