Tourismus Bäärgalpa

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Neues vom Ferienlager "Borter"    »»    hier

Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts ent-standen auf der Simplon Passhöhe die ersten Tourismusbauten. 1895 erwarben Anton Kluser, Postmeister in Simplon Dorf, und Othmar Kluser, Stadtpräsident von Brig, ein 1880 erstelltes Gasthaus auf der Passhöhe und bauten es in mehreren Etappen bis 1907 zum Hotel Bellevue aus.

Herr Anton Kluser reichte beim Alpenvogt der Simplon Bergalpe folgende Gesuche ein:

  1. Das Wasser bei seinem Hotel im Schönen Boden in Röhren nach seinem Hotel zu leiten; die Röhren würden stellenweise in den Boden der Bergalpe gelegt.

  2. Das Abwasser (Abtritt- und Spülwasser) unter seinem Hotel auf den gemeinen Boden zu leiten.

  3. Ihm für eine Anzahl Jahre gegen Bezahlung einer gewissen Summe das Vorrecht oder Concession einzuräumen, gemäss welcher niemand auf dem Gebiete der Bergalpe einen Gasthof errichten könne.

Am 2. Juli 1899 entsprach die Urversammlung den ersten zwei Gesuchen, lehnte aber das dritte auf Vorschlag der Kommission ab. Verschiedentlich noch hatten die Simplon Bergalpe und das Hotel Bellevue Probleme miteinander zu lösen, vor allem was Trinkwasser, Abwasser und Durchfahrtsrechte betraf.

 

1910 erstellte Maria Arnold von Ried-Brig, die spätere Gattin des Baptist Kalbermatten, das Restaurant Blick. Die Familie Kalbermatten betrieb das Hotel neben der Landwirtschaft im Seemätti und baute es in Etappen aus. Bald nach dem Zweiten Weltkrieg verkaufte sie den Blick, wie der Gastbetrieb im Volksmund genannt wurde, an die Geschwister Borter.

 

 

Um 1960 wurde das Hotel Monte Leone gebaut. Nachdem in den fünfziger Jahren bereits ein Skilift beim Hotel Kulm gebaut worden war, liess auch der Hotelier vom Monte Leone einen Skilift erstellen, der aber nach wenigen Jahren wieder abgerissen wurde.

Die bestehenden Hotels wehrten sich gegen weitere Konkurrenz. Sie schlossen mit der Simplon Bergalpe einen Dienstbarkeitsvertrag und zahlten während längerer Zeit alljährlich Fr. 1'500.- dafür, dass die Simplon Bergalpe keine weiteren Baurechtsparzellen für Gastbetriebe abgab.

Neben den realisierten Bauten gab es in den Jahren, da der Verkehr am Simplon ständig im Zunehmen begriffen war, auch viele Pläne, die nie verwirklicht wurden. Es gingen Baugesuche ein für einen Kiosk und für eine Seilbahn auf den Breithornsattel. Man sprach sogar von einer Bahn aufs Tochuhoru und bedauerte es, als man dem Militär Zugeständnisse machen musste, welche den Bau dieser Bahn verunmöglichten.

Mit der zunehmenden Freizeit in weiten Bevölkerungskreisen kam auch die Nachfrage nach Ferien-wohnungen. Die ersten Baugesuche wurden anlässlich der Bergerversammlung am 29. Juni 1949 bewilligt.

Beim Trüich 1963 legte die Verwaltung ein Reglement für die Gewährung von Baurechten vor. Dabei wurde entlang der Simplonstrasse eine Zone für gewerbliche Bauten ausgeschieden und der sämtliche übrige Boden der Alpe als normale Bauzone klassiert. Durch die Zonenplanung von Simplon Dorf wurde die Bauzone der Simplon Bergalpe dann allerdings stark eingeschränkt.

Die Simplon Bergalpe verkauft keinen Boden, gibt ihn aber in Baurecht ab. Bald wurden die ersten Ferienhäuser erstellt. Vor allem wurden nicht mehr gebrauchte Alphütten zu Ferienzwecken umgebaut. Diese Entwicklung hat erfreulicherweise dazu geführt, dass es auf dem Gebiet der Simplon Bergalpe keine Bauruinen mehr gibt.

In den letzten zwanzig Jahren ist zudem bei Rotelsch/Scheene Bodo eine ansehnliche Feriensiedlung entstanden, die über eine gesicherte Infrastruktur verfügt.
 

Der Alpstafel Eisten ist von der Gemeinde Eisten vorbildlich restauriert worden.


Der Alptafel Gampisch hatte bei der Wandlung vom Alpstafel zur Feriensiedlung eine Vorreiterrolle inne.

Heute ist die Bäärgalpa am Simplonpass ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet und ein Paradies für:

Tourismus Simplon-Süd
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