Geschichte  Bäärgalpa

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Wann die Geteilschaft entstanden ist, ist bis heute unbekannt, vermutlich zu Beginn oder gegen Mitte des 13. Jahrhunderts. Sichere Kunde vom Bestande derselben gibt jedoch eine Schenkungsurkunde vom 20. Oktober 1290. An diesem Tage übergeben mehrere Geteilen dem Spital des hl. Jakobus alle Wiesen und Weiden auf dem Simpelberg.

Der damalige Verwalter des Spitals, Kaplan Petrus von Naters, und Magister Andreas, Spittler der Johanniter für Savoyen, nahmen die Schenkung entgegen als Entgelt für eine Strasse, welche von den Alpgeteilen durch Spitalgüter angelegt worden war.

In den Schriften des Johannes in der Gassen finden wir in der Zeit zwischen 1390 und 1400 verschiedene Übertragungen und Verkäufe von Alprechten in der Alpe Halsen, so wurde die Simplon Bergalpe damals genannt. Dabei kommen verschiedene Namen von Teilen der Alpe vor: in der Niedern Alpe, zen Stalden, in den Staldmatten, zu Blatten, in der Alpe Halsen am Krumbach, gegen den Bieltistafel usw.

Die Rechnungsbücher Stockalpers enthalten folgende Notiz, aus der wir ersehen können, dass sich an der Verwaltungsstruktur der Simplon Bergalpe von damals bis weit ins zwanzigste Jahrhundert nur Unwesentliches geändert hat:
Auf dem Simpilberg: 1655, den 12 augusti, hab ich dem bruderhauptman Awlig, als nüw eweltem alpenvogt, den stafelvögten und andren getheylen offerirt, fals sie mir 13 küen alprecht für das alte recht des spitals in der nüwen randung teslen, auch die 12 küen, so die heren burger anno 1625 kauft, darzu sezen, so thut samptlich 25 küe, so welle ich one consequenz und gratis jarlich dem alpenvogt und acht stafelvogten, sofern sie in Person an sanct Jacobi tag bey dem heyligen ampt sich doseibst auf dem berg befinden ein irtin geben, bis auf ein mas. Undt, im fall sich andre als der alpenvogt un die stafelvogt sich zur irtin sazten, sollen sie aus eignem zeren, vorbehalten der alpenschreyber, weybel und pfender oder huter. Die soll der alpenvogt vom alpenzins bezeren.

Im alten Alpenbuch der Simplon Bergalpe von 1805 hat dann Notar Franz Josef Anderledy die Alpstatuten und verschiedene wichtige Dokumente aus der Zeit um 1650 wörtlich abgeschrieben.  Auch diese Abschriften zeigen auf, dass das Älplerleben auf der Simplon Bergalpe von jener Zeit bis ins zwanzigste Jahrhundert nur unwesentliche Änderungen erfahren hat.

In einer Niederschrift wird die Schenkung des Hopschensees an Kaspar Stockalper de Turre festgehalten.

Der Ausbau des Saumweges durch Stockalper und der Bau der Heeresstrasse durch Napoleon hatten wenig Einfluss auf das Älplerleben und auf die Geschäfte der Geteilschaft Simplon Bergalpe.

Im letzten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts allerdings wurde auch die Simplon Bergalpe in die starken strukturellen Turbulenzen unserer Gesellschaft mit einbezogen.

Quelle: O. Kämpfen