Alpjä und Alpgenossenschaft Alpjä
Porträt
| Alpjä ist der weite
Talkessel mit einem Dutzend Gehöften auf den verstreuten Wiesen und
Weideflächen auf der Felsenstufe oberhalb (nördlich) der Gondoschlucht. Das
Gebiet erstreckt sich von der Sischtulmattu (1600 m) bis zum Monte Leone
(3557 m). Die Alpjä hiessen vor 1291 Fraxinodo, wurden dann aber allmählich
von deutschspre-chenden Walsern besiedelt und erhielten deshalb deutsche
Orts- und Flurnamen, doch blieben grosse Gebiete wie Preesä, Alpjärung,
Ggorwetsch, Pjänezä und Ggiisä bis ins 20. Jahrhundert im Privatbesitz von
Italienern. Die frühere Dauersiedlung war vor dem 18. Jahrhundert eine eigenständige Gemeinde mit über 30 Bauernfamilien, die sich ausschliesslich von der Landwirtschaft ernährten. Sie pflanzten auch Getreide an. Die Wiesen um die Kapelle werden noch heute Weizachra genannt. Die Bewohner sind von Kriegen und Plünderungen durch Italiener und Franzosen mehrmals hart getroffen worden. Seit Mitte 20 Jh. sind die Alpjä nicht mehr ganzjährig bewohnt. Heute bewirtschaften die Eigentümer die Alpe als Genossenschaftsbetrieb. 1964 gründeten sie eine Alpgenossenschaft mit 114 Kuhrechten. Politisch gehört das Territorium zu den Gemeinden Gondo und Simplon Dorf, die Gemeindegrenze bildet das Alpjärwassär. |
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Die sonnige und windgeschützte Alpenterasse verbirgt sich in einem etwas versteckten Bergkessel der Simplonsüdseite, an der italienischen Grenze. Dank der günstigen geographischen Südlage und der intakten Bergwelt sind d Alpjä ein noch nicht entdecktes Natur- und Wanderreservoir. Die Landschaft ist von einmaliger Schönheit und Stille. Die markanten, Bergspitzen mit dem Breithorn, Monte Leone und Carneragrade riegeln das Alpjeärgebiet gegen Italien ab. |
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Der grossflächige Alpjergletscher, die drei reizenden Bergseelein oberhalb där Schwarzbalmu und der Gletschersee sowie der imposante Wasserfall ab Munigstafel sind unvergessliche Naturschönheiten abseits der grossen Fahr- und Wanderstrassen. Der herrliche Blick auf das gegenüberliegende Seehorn mit der friedlichen Alpe "Figinen", dem Camoszellahorn im Hintergrund und in das Laggintal mit seinen Gletschern, Wasserfällen und den Schneegipfeln runden das Panoramabild ab. Die geschützte Südlage und das "nahe" Mittelmeer begünstigen das Klima und es ist deshalb für die Höhenlage angenehm und mild. |
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naturnah - wie der Schöpfer es Tier und Mensch überliess! Quellen: E. Jordan, P. Zumkemi |
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