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Kapelle uff dä Alpju

Die Kapelle war die Kirche und der Mittelpunkt der «Bergstatt uff dä Alpju»

Kapellenfest ist am 25. Juli

Am Kapellenfest fand früher nach dem Gottesdienst vor der Kapelle die Urversammlung statt.

Der schmucke Altar ist im Renaissancestil gebaut und von historischem Wert.
Im Zentrum sind die Statuen von Jakob und Anna. Den zwei Heiligen ist die Kapelle geweiht.
 

Die Kapelle uff dä Alpju ist die älteste in der Pfarrei Gondo. Wann sie gebaut wurde, wissen wir nicht. In den Akten wird sie zum ersten mal 1576  genannt, ist aber älter. Im Jahre 1590 erhielt das kleine Gotteshaus die Glocke, die noch heute zum Gebet einlädt. Während der wohlhabenden Stockalperzeit wurde die Kapelle fast vollständig umgebaut und erweitert.
Die Holzbinde über dem Choreingang trägt die Restaurationsjahrzahlen
1576 - 1590 - 1628 - 1961. Am Weihwasserstein ist die Jahrzahl 1638.

 


Magdalena Zenklusen, bekannt unter Leni die Nomadin, schenkte der Kapelle die 14 Kreuzwegstationen.

(siehe Literatur Simplon-Süd)

 


Auch die Apokalypse, sechs  wertvolle Kunstwerke sind eine Schenkung von Magdalena Zenklusen. Ihr sei Dank gesagt.

Die Bilder sind ein Werk des Kunstmalers Anton Mutter, dessen familiären Wurzeln mütterlicherseits in die Zwischbergnerfamilie Moritz Jordan zurückgehen.

In Zusammenarbeit mit Professor Albert Geiger schaffte er das Werk «Apokalypse Jesu Christi» - eine Gesamtschau in Wort, Bild und Ton. Die Bilder können wir in der Kapelle bewundern.

Die Apokalypse ist ein grosses und faszinierendes Thema, das viele Künstler anzog. Auch Anton Mutter hat dieses Mysterium fortwährend beschäftigt. Die Apokalypse enthält Visionen, das sind geschaute Bilder des Sehers Johannes, dem der Herr befahl: «Schreib auf, was du gesehen hast, was ist und was danach geschehen wird.»

Albert Geiger, der einen Kommentar zur Apokalypse von Anton Mutter verfasste, die er «Bilder letzter Wirklichkeit» nannte, schrieb: «Dem Schweizer Maler Anton Mutter ist es nach einigen Besprechungen und Vorarbeiten gelungen, eine Gesamtschau der Apokalypse zu schaffen, die dem visionären Charakter der Bilder entspricht. Er schuf ein Werk voll explosiver Kraft. Die Farben sprühen wie in einem Feuerwerk. Dabei hat er darauf geachtet, die Hauptlinien des Gedankenganges und die einzelnen Ebenen, auf denen die Handlung geschieht, durch verschiedene Farbgebungen deutlich zu machen. Am Ende erscheint das himmlische Jerusalem, auf das die ganze Menschheitsgeschichte zugeht, feierlich und leuchtend wie ein kristallheller Kubus, ein Sinnbild der Vollkommenheit.

Die Bilder wirken durch ihre künstlerische Qualität auf jeden Betrachter und regen ihn an, zu staunen, zu fragen und nachzudenken, sei es über ein spezielles Detail oder über das Ganze.

Um möglichst viel Leuchtkraft in das Bild zu bringen, ist das Original in Aquarell-Technik gemalt; es besteht aus 5 Teilen in einer Gesamtgrösse von 210 cm Breite und 54 cm Höhe. Das Titelbild ist dabei nicht mitgerechnet. Alle 6 Teile (einschliesslich Titelbild) sind auch in Originalgrösse als Kunstmappe erschienen.»